«They breathe, the celestials: the sanguineous surge in the belly of the sky» – Performatives Screening mit Thuy-Han Nguyen-Chi, Jade Meili Barget, Andrew Yong Hoon Lee und Fabian Saul
Als Teil der Ausstellung «This Is How the Light Remembers» untersuchen Thuy-Han Nguyen-Chi, Jade Meili Barget, Andrew Yong Hoon Lee und Fabian Saul anhand einer Zusammenstellung von Found Footage die Schnittstelle zwischen Kino, Text und Klang. Die Performance zeichnet unsere Verflechtungen mit elementaren Medien wie dem Himmel und seinen Himmelskörpern nach – seit jeher Träger von Informationen.
Von hier aus öffnet sich das Werk einer weiteren Reihe von Bahnen: den Wegen, auf denen Bilder nicht nur durch atmosphärische und planetarische Kanäle wandern, sondern auch durch die Kreisläufe von Konflikt und Erinnerung. Diese Screening-Performance geht der Frage nach, wie Bilder vom Schlachtfeld ins Kino, aus Militärarchiven in unsere Feeds, aus dem kollektiven Gedächtnis in die privaten Räume der Trauer gelangen. Sie beleuchtet, wie sich Bilder von Gewalt wiederholen – auf der Leinwand, in Nachrichtenzyklen, in Träumen – und wie wir als Betrachter*innen Teil dieser Wiederholung werden. In drei Teilen verweilen wir bei Bildern, die verletzen, Bildern, die enthüllen, und Bildern, die sich dem Blick entziehen.
In drei Teilen verweilen wir bei Bildern, die verletzen, Bildern, die enthüllen, und Bildern, die sich dem Blick entziehen. Wir betrachten unsere Bildschirme als Orte, an denen gemeinsame Erinnerungen entstehen und an denen die Geschichten – ihre Entfernungen, ihr Verschwinden – immer wieder neu geschrieben werden.
Thuy-Han Nguyen-Chi ist eine in der Milchstrasse lebende Künstlerin, deren Praxis sich zwischen Film, Skulptur, Installation, Performance und interdisziplinärer Forschung bewegt. In Zusammenarbeit mit Persönlichkeiten, die auf der Suche nach Bewusstsein, Sprache und Freiheit sind, erforscht sie die ästhetischen, politischen und epistemologischen Möglichkeiten von Bild und Ton. Ihre Arbeiten wurden international sowohl im Kunst- als auch im Kinokontext präsentiert, darunter auf der Berlin Biennale, im Belvedere 21 in Wien, im Carpenter Center for the Visual Arts der Harvard University, im De Appel in Amsterdam und im Museum für Moderne Kunst in Frankfurt. Im Jahr 2023 wurde sie zu einem der 20 New Talents in Art in America gekürt und erhielt mehrere Auszeichnungen für Into The Violet Belly, darunter den Jury Grand Prix und die Golden Lola. Sie studierte an der Städelschule und der School of the Art Institute of Chicago und promoviert derzeit am Centre for Research and Education in Art and Media der University of Westminster.
Jade Meili Barget ist Kuratorin und lebt in Frankreich und Norwegen. Derzeit ist sie Live-Kuratorin an der Bergen Kunsthall und 2025/26 Curator-in-Residence am Museum für Kunst und Geschichte in Genf. Im Jahr 2024 war sie Co-Kuratorin und Herausgeberin der 15. Gwangju Biennale und von 2021 bis 2024 gehörte sie zum kuratorischen Team des transmediale-Festivals in Berlin. In ihrer Arbeit untersucht sie kontinuierlich, wie neue Technologien und sich wandelnde Medienlandschaften soziale Körper choreografieren.
Andrew Yong Hoon Lee (geb. 1982, Kanada) ist ein multidisziplinärer Künstler, Musiker und Komponist, dessen kollaborative Installationen die Ausdrucksmöglichkeiten von Licht, Raum und Klang erforschen. Er hat seine Arbeiten international gezeigt, unter anderem bei der Gothenburg International Biennial for Contemporary Art, dem Center for Performance Research, der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden, der Emily Carr University, The Stone, der Vancouver Art Gallery, ISEA, dem Ann Arbor Film Festival, Radio Alhara und der Fridman Gallery. Lee hat Tonträger veröffentlicht, Musik für Spielfilme und Dokumentarfilme komponiert und ausgiebig in Nordamerika und Europa getourt. Er hat einen BA von der Simon Fraser University sowie einen MFA von der Milton Avery School of the Arts am Bard College. Derzeit lehrt er Bildende Kunst, fotografische Praktiken, Bewegtbild und visuelle Kultur an der Parsons School of Design in New York.
Fabian Saul ist Autor, Komponist und Musiker aus Berlin, dessen Werk Erinnerung, Ort und die Poetik des Verlusts in Literatur, Musik und Kunst erforscht. Er ist Chefredakteur des Flaneur-Magazins und hat Audio-Projekte wie Schlechte Wörter, Stoff aus Luft und Die Ästhetik des Widerstands – Variationen zu Peter Weiss (2025) realisiert. Saul inszenierte Theaterstücke wie Zärtlichkeit (2022) und Die Schwerkraft der Gnade (2024). Zu seinen Büchern zählen Die Trauer der Tangente (2024) und Boulevard Ring (2018). Seine erste Ausstellung This Is How The Light Remembers wird 2025 im Migros Museum für Gegenwartskunst gezeigt.
- Ort: In der Ausstellung, EG
- Sprache: Englisch und Deutsch
- Keine Anmeldung erforderlich
- Eintritt frei
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