Das Erbe der Akkumulation – Kolonialkritische Perspektiven
Treffpunkt: Im Eingangsbereich
Der Kolonialismus bildet das historische Fundament vieler Akkumulationsprozesse – sei es von Land, Ressourcen oder Wissen. Die Auswirkungen dieser historischen Mechanismen sind keineswegs abgeschlossen, sondern reichen bis in die Gegenwart. Im globalisierten Kapitalismus, der auf ungleichen Verhältnissen und der Ausbeutung von Ressourcen basiert, zeigt sich, wie koloniale Strukturen auch heute noch die Verteilung von Wohlstand und Macht beeinflussen. In der Ausstellung «Accumulation – Über Ansammeln, Wachstum und Überfluss» wird daher die Frage aufgeworfen: Welche Auswirkungen haben diese kolonialen Erbschaften auf unsere heutige Gesellschaft?
Zum Internationalen Museumstag am 18. Mai 2025 bietet das Migros Museum für Gegenwartskunst einen kolonialkritischen Rundgang durch die Ausstellung an. Dieser geht über eine rein kunsthistorische Betrachtung hinaus und lädt die Besucher*innen zu einer kritischen Auseinandersetzung mit den kolonialen Verflechtungen der Akkumulation und deren anhaltenden Auswirkungen in der Gegenwart ein. Der Rundgang regt dazu an, die Verbindungen von Kolonialismus, Macht und globaler Ungleichheit im Kontext der ausgestellten Werke zu reflektieren und neu zu denken.
Der Rundgang wird von der Medien- und Kulturwissenschaftlerin Linda Addae geleitet (kuratorische Assistenz), die sich intensiv mit kolonialkritischen Themen auseinandersetzt. Sie hat sich in ihrer Arbeit mit postkolonialen Theorien und deren Einfluss auf die Kultur- und Kunstwelt beschäftigt. Sie stellt in ihren Analysen nicht nur historische Zusammenhänge her, sondern beleuchtet auch die gegenwärtigen sozialen und politischen Strukturen, die durch koloniale Praktiken geprägt wurden.
- Auf Deutsch
- Keine Anmeldung erforderlich
- Kostenloses Angebot