Vernissage: Koki Tanaka «Vulnerable Histories (A Road Movie)» / Pipilotti Rist «Show a Leg (Raus aus den Federn)»
Vernissage
24. August 2018
18:00 Uhr
– 19:00 Uhr
18–20 Uhr Vernissage
18 Uhr Ansprachen von Heike Munder (Leiterin, Migros Museum für Gegenwartskunst) und Nadia Schneider Willen (Sammlungskuratorin, Migros Museum für Gegenwartskunst)
18–20 Uhr Kinderevent am Löwenbräukunst-Sommerfest zusammen mit Kunsthalle Zürich und LUMA Westbau
18–23 Uhr Löwenbräukunst Sommerfest:
Ground Floor
18-20.00 HipHop/R'n'B
20.00-22.00 DJ Platinum (Hip Hop, Old School/New School)
22.00-23.00 E.K.R. Rap Concert
First Floor
18.00-19.00 Summer Hits
19.00-20.00 Sabina Leone (Mediterranean Music)
20.00-23.00 Summer Hits
Second Floor
20.00-23.00 Das A & O Elektrojazz
Food & Drinks: Woodfood, Soi Thai, Tacos La Chamaca, Hasta Ice Cream, SiloSilo
Angesichts des weltweiten Erstarkens von Nationalismus, Populismus und Xenophobie konzentrieren sich die künstlerischen Sozialstudien Koki Tanakas (*1975 in Tochigi, Japan) auf das Zusammenleben in Gesellschaften. Sein für die Ausstellung realisiertes Projekt Vulnerable Histories (A Road Movie) (2018) nimmt das durch Unverständnis und Misstrauen geprägte Verhältnis von Zainichi-Koreanern und Japanern in seinem Heimatland zum Anlass, um für Wachsamkeit gegenüber Rassismus und Diskriminierung zu plädieren. Begleitet vom Künstler, setzen sich zwei Protagonisten, die sich zuvor nicht kannten, in Tokio mit Fragen nach der eigenen kulturellen Identität und den Möglichkeiten auseinander, sich den diffamierenden Parolen rassistischer Gruppierungen entgegenzustellen. Die aus dem Projekt resultierenden Filme zeigen auf, dass ein wertschätzendes Zusammenleben – insbesondere durch das Gespräch, im Privaten wie im Öffentlichen – sich entwickeln kann. So stehen während der gesamten Ausstellungslaufzeit «Livespeaker» als Ansprechpartner zur Verfügung, um diesen Austausch fortzusetzen. In unterschiedlichen Formaten mit verschiedenen Akteuren aus Kunst und Lehre werden zudem weiterführende Diskussionsräume eröffnet. Die Sammlungsausstellung präsentiert das Werk Show a Leg (Raus aus den Federn) (2001) von Pipilotti Rist (*1962 in Grabs, Schweiz). In der raumgreifenden Videoinstallation wird die klassische Betrachterperspektive zugunsten eines immersiven Erlebnisses verlassen: Projizierte Videosequenzen und farbige Lichtkegel bewegen sich zu einem hypnotischen Soundtrack über zusammengenähte Bahnen von Netzvor hängen und produzieren dabei immer wieder neue Bild überlagerungen und -vervielfachungen. In dieser traumartigen Szenerie verwischen sich die Grenzen zwischen Bild und Realraum, und die Distanz zwischen dem Ich und der Welt wird aufgehoben.