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Nimm die Alpen weg: Lesung und Gespräch mit Ralph Tharayil und Senthuran Varatharajah

Vorträge und Symposien 20. April 2023 18:30 Uhr – 19:30 Uhr

Der Roman «Nimm die Alpen weg» erzählt in Bildern die Geschichte einer Kindheit in der Schweiz. Da ist das namenlose Geschwisterpaar, das im Chor spricht. Da ist ein Zuhause mit Ma und Pa und die Geschwindigkeit der Velos, mit denen die Kinder hinaus zu ihren Spielen fahren: zur Telefonzelle, zur Müllhalde, ins Schilf. Und da kommt ein neues Kind in die Klasse und bahnt den Geschwistern einen Weg aus ihrem eigenen, inneren Gebirge. In einer kristallinen Prosa entwickelt Ralph Tharayil in seinem Debüt eine »coming of age« Geschichte, die von den Formen und Deformationen der Integrationserfahrung erzählt, und von der Sprache und den Körpern, die sich dieser Erfahrung widersetzen.

«Von der Kindheit zu erzählen heißt, das erste Gedicht des Schweigens zu kennen. Ralph Tharayil kennt es, und er erzählt davon: In einer Sprache, die so zerbrechlich ist, dass sie brechen muss. Aus dieser verschütteten Wunde birgt Tharayil ein Wunder: seine unbestechliche Stimme, bestürzend wie ein Ereignis.» – Senthuran Varatharajah


Moderation & Gespräch: Senthuran Varatharajah

Ralph Tharayil, 1986 als Sohn südindischer Eltern in Liestal geboren, studierte Geschichte, Medien- und Literaturwissenschaft in Basel, währenddessen Arbeit als Journalist, Autor, Performer und Musiker. Er entwickelt, auch in Kollaborationen, Texte für Audiostücke und Performances und schreibt Lyrik und Prosa für die er mehrfach ausgezeichnet wurde. Für «Nimm die Alpen weg» erhielt er die Alfred-Döblin Medaille für vielversprechende Debüts. Ralph Tharayil lebt in Berlin.

Senthuran Varatharajah, geboren 1984, ist Schriftsteller, Philosoph und Theologe. 2016 erschien sein Debütroman Vor der Zunahme der Zeichen im S. Fischer Verlag. Sein zweiter Roman Rot (Hunger) erschien 2022, ebenfalls bei S. Fischer. Senthuran Varatharajah lebt in Berlin.

  • Kostenfreie Veranstaltung
  • Keine Anmeldung erforderlich
  • Bar offen ab 17.30 Uhr
  • Ort: im Museum
  • Sprache: Deutsch

(Bildcredits: Bild 1: Amelie Kahn-Ackermann / Bilder 2-4: ZVG)


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