The Future Has a Silver Lining. Genealogies of Glamour
Die Ausstellung präsentiert unterschiedliche, auch alternative Geschichten der Beziehung von Kunst und Glamour. Als schillernde, strategische Kategorie ästhetischer Praxis ist Glamour zwar allgegenwärtig, aber kaum entsprechend gewürdigt und analysiert.
Einige Leitfragen, die den Besuch strukturieren könnten: Wie werden die Zumutungen der massenkulturellen Modelle von Schönheit und Überlegenheit künstlerisch reflektiert? Welchen Einfluss hatten und haben die Inszenierungen von Filmstars und Popmusikern auf das Selbstverständnis und die Selbstbilder von KünstlerInnen? Wie und unter welchen Umständen treten künstlerische Arbeitsweisen und die Arbeit am Glamour in Kontakt? Und inwiefern ist die Beschäftigung mit Glamour notwendig eine Beschäftigung mit den Archiven und Katalogen des Glamourösen?
Die ausgestellten Werke geben auf diese Fragen keine einfachen Antworten. Statt dessen werfen sie fortwährend weitere Fragen auf, die deutlich machen, wie komplex der Kunst/Glamour-Zusammenhang ist. Ein Zusammenhang, der in seiner Bedeutung für die Kunstgeschichte und die Gegenwartskunst – trotz beständiger Beschwörungen (und Verurteilungen) des Glamourösen im Kunstbetrieb – erst allmählich erkannt wird.
Kuratiert von Tom Holert und Heike Munder