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Korakrit Arunanondchai
Songs for dying / Songs for living

18. September 2021 bis 9. Januar 2022

Songs for dying / Songs for living ist die erste institutionelle Einzelausstellung von Korakrit Arunanondchai in der Schweiz. Erstmalig sind die neuen Videoarbeiten des Künstlers, Songs for dying (2021) und Songs for living (in Kollaboration mit Alex Gvojic, 2021), gemeinsam zu sehen. Mittels Videoinstallationen, raumgreifender Malerei und Objekten lässt Arunanondchai atmosphärische Orte des Geschichtenerzählens entstehen.


Geburt, Entschaffung («Décréation») und Tod sind Erfahrungen von Schwellenmomenten, in denen das Bewusstsein eine andere, gesteigerte Form annimmt. Von ihnen ausgehend, entwickelt Korakrit Arunanondchai seine Erzählungen und den Umgang mit künstlerischen Formen. In seiner Praxis verarbeitet der Künstler mit Video, Malerei und Installation persönliche Erfahrungen und untersucht deren soziohistorischen Bedingungen. Dabei wirft er mit den von ihm gewählten Formen in ihrer komplexen wechselseitigen Abgängigkeit grundlegende Fragen zu Existenz und Bedeutung auf – insbesondere, wenn diese ausserhalb des Rahmens westlicher Seinskonzepte betrachtet werden.


Für Songs for dying / Songs for living hat Arunanondchai den Ausstellungsraum in drei miteinander verbundene Akte aufgeteilt: Jeder dieser Akte spricht ein transformatives Potenzial an, das die anderen mit hervorbringt. Ausgehend vom Verlust des eigenen Grossvaters, entfaltet der Künstler Erzählungen, die Ideen vom Selbst und der Gemeinschaft ins Unwissbare übertragen. Geister, Schamaninnen und eine sterbende Meeresschildkröte sind in diesen Erzählungen nicht nur Metaphern, sondern auch Medien, die Prozesse des Werdens und der Zersetzung erfahren. Neben mythologischen Referenzen und Symbolen greift Arunanondchai zugleich die sozialen und politischen Realitäten des Lebens in Thailand auf, das von Militärherrschaft, Monarchie und prodemokratischen Protesten bestimmt wird. Lieder bilden den Bogen der Ausstellung und führen das Publikum durch eine vielstimmige Erzählung. Ihre Ereignisse zeugen von den emotionalen und transzendenten Impulsen unterschiedlicher Wesen und Gemeinschaften, die alle unter den Symbolen höherer Mächte leben.


Korakrit Arunanondchai (*1986, Bangkok, Thailand) lebt in New York und Bangkok. Zu den jüngeren Einzelausstellungen des Künstlers zählen: Kunsthall Trondheim (2021), Serralves Museum, Porto (2020), Secession, Wien (2019) und Kasseler Kunstverein, Kassel (2018). Arunanondchais Arbeiten wurden zudem bei zahlreichen Biennalen und Festivals gezeigt, zuletzt im Rahmen der Gwangju-Biennale (2021), der Yokohama Triennale (2020), der Venedig-Biennale (2019) und der Whitney-Biennale (2019).

Die Ausstellung Songs for dying / Songs for living wird als Koproduktion mit dem Kunstverein in Hamburg realisiert und ist in Hamburg ab dem 04. Dezember 2021 zu sehen. Zur Ausstellung entsteht die bisher umfassendste Publikation zum Werk von Korakrit Arunanondchai. Anlässlich von drei Einzelausstellungen in ihren jeweiligen Institutionen zwischen 2020 und 2022, geben das Migros Museum für Gegenwartskunst, der Kunstverein in Hamburg und das Serralves Museum in Porto die Publikation gemeinsam heraus.

Hinweis für Eltern und Begleitpersonen von Kindern: Der Inhalt der Videos in der Ausstellung von Korakrit Arunanondchai kann verstörend wirken.

Artist Conversation: Korakrit Arunanondchai & Tosh Basco (18.09.2021)

Korakrit Arunanondchai – Songs for dying / Songs for living_Viral 1

Korakrit Arunanondchai – Songs for dying / Songs for living_Viral 2

Korakrit Arunanondchai – Songs for dying / Songs for living_Viral 3


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