It's Time for Action (There's no Option). About Feminism
Der Ausstellungstitel «It’s Time For Action (There's No Option)» zitiert den gleichnamigen, im Jahr 2000 von Yoko Ono aufgenommenen Song und steht für die gemeinsame Haltung der in der Gruppenausstellung gezeigten Künstlerinnen. Die Ausstellung versammelt Arbeiten verschiedener Generationen, die sich durch eine selbstbewusste, nonkonformistische Position auszeichnen. Die japanische Künstlerin Yoko Ono setzte sich seit Beginn ihrer künstlerischen Tätigkeiten in den frühen 1960er Jahren, vor der späteren offiziellen Begriffsprägung des Feminismus, kritisch mit geschlechterspezifischen Rollenmustern auseinander und lehnte sich gegen verstaubte gesellschaftliche, hierarchische und patriarchale Strukturen auf. Dabei mied sie den Begriff des Feminismus – selbst in seiner Hochblüte in den 1970er Jahren. Sie kämpfte wie viele der gezeigten Künstlerinnen für die Auflösung und Dekonstruktion von Grenzen im künstlerischen, gesellschaftlichen und politischen Bereich und plädierte im Beauvoirschen Sinne für die Akzeptanz vieler Identitäten.
Kuratiert von Heike Munder