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Dawn Mellor

26.11. bis 08.02. 2009

In ihren Bildern dekonstruiert Dawn Mellor (geboren 1970 in Manchester, lebt und arbeitet in London) mit dunklem Humor das Wirkungsgefüge im Starkult, der in unserer Gesellschaft scheinbar zu einem Religionssubstitut erkoren wurde, und damit das Verhältnis zwischen dem Star und seinem gläubigen Anhänger, dem Fan. Dabei nimmt die Künstlerin selber oftmals die Rolle eines besessenen Verfolgers ein. Durch die sich selbst gegebenen «Mal-Rollen» zerschlägt Mellor die von der Massenunterhaltung kommunizierten moralischen Codes und steht für eine reflektierte Immoralität ein. Dabei stellt sich angesichts der obsessiven Bildwelten auch immer wieder die Frage nach dem eigenen normierten Geschmack des Betrachters und dessen Überprüfung. Mellors Malstil nährt sich gleichsam aus dem Surrealismus, der Farbigkeit von Pop Art und dem intendierten schlechten Geschmack eines Joe Coleman. In ihrer Ausstellung im migros museum für gegenwartskunst zeigte die Malerin unter anderem den über 120-teiligen Porträtzyklus «Vile Affections» (2007–2008) sowie mehrere neue grossformatige Arbeiten, Zeichnungen und eine Wandmalerei.

Kuratiert von Raphael Gygax