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Christoph Schlingensief
Querverstümmelung

03.11. bis 03.02. 2008

Das künstlerische Betätigungsfeld Christoph Schlingensiefs (1960 geboren in Oberhausen) zusammenzufassen, gleicht einem Streifzug durch die Künste – vom Filmemacher zum politischen Aktionskünstler, vom Theater- und Opernregisseur zum Schauspieler, vom Maler zum Kolumnenschreiber. Mit seinen überbordenden Materialballungen schafft er nicht nur fliessende Grenzen zwischen Kunstgattungen, sondern de- und rekonstruiert Bildwelten, die alles in sich aufsaugen, sich einer Linearität und klassischen Narration verweigern und den Betrachter mit dem Gefühl der Überforderung zurücklassen. Um seine Tätigkeiten unter einen Oberbegriff zu fassen, ist man versucht, den Begriff des «Universalkünstlers» zu verwenden. In seiner ersten institutionellen Einzelausstellung in der Schweiz bringt Schlingensief filmische Werkkomplexe der letzten beiden Jahre zusammen: von einer (Re-)Dekonstruktion seiner «Kaprow City» (2006), die erstmals an der Volksbühne in Berlin präsentiert wurde, über seine 16-mm-Film-Installation «18 Bilder pro Sekunde» (2007) bis zu einer erstmalig präsentierten Filmfassung von «The African Twintowers» (2005/07), die in Lüderitz (Namibia) gedreht wurde.

Kuratiert von Raphael Gygax