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Workshop: Utopisches Schreiben im Museum 2 – Apocalypse (not) Now

Specials 12. Juli 2020 10:00 Uhr

Die Künstler*innen der zweiteiligen Ausstellung Potential Worlds werfen einen Blick auf die vom Menschen ausgebeutete Natur und entwerfen gleichzeitig Formen künftigen Zusammenlebens auf der Erde. Wie kann ein neues Miteinander von Natur, Mensch und Technik entstehen? Utopische und dystopische Visionen sind auch in der Literatur allgegenwärtig – von Thomas Morus’ Utopia über Aldous Huxleys Schöne neue Welt bis zu Leif Randts Planet Magnon.
Unser derzeitiger Blick in die Zukunft ist düsterer denn je, geprägt vom Klimawandel (oder drastischer: der Klimakatastrophe), sozialen Zerwürfnissen und der Angst vor Digitalisierung.
Schreibend setzen wir uns mit apokalyptischen Visionen auseinander, versuchen dabei aber, vor allem hoffnungsvolle Zukunftsbilder mittels utopischem Schreiben, Nature Writing und Hope Punk zu entwerfen.

  • Leitung: Urs Küenzi (www.schreiben.rocks)
  • maximale Teilnehmer*innenzahl: 12
  • Die Workshops sind so konzipiert, dass auch nur ein Teil besucht werden kann.
  • Teilnahmegebühr: für ein Wochenende 180 CHF, für zwei Wochenenden 320 CHF (für Studierende/Auszubildende/IV-Empfänger*innen 120 CHF bzw. 200 CHF)
  • Verpflegung: Für Getränke und kleine Snacks ist gesorgt.
  • Verpflegungsmöglichkeiten für das Mittagessen gibt es im Haus sowie in der Nähe.
  • Anmeldung bis 5. Mai (Teil 1) bzw. 7. Juli (Teil 2): kunstvermittlung@migrosmuseum.ch.
  • Teilnahmebedingungen: Sie schreiben gern und sind nicht abgeneigt, vor Ort geschriebene Texte mit der Gruppe zu teilen (ob Prosa, Lyrik, journalistische Texte, usw. – jede Form ist willkommen). Menschen mit speziellen Bedürfnissen klären diese bitte im Vorfeld ab. Der Workshop soll möglichst für alle offen sein.


Programm:

  • Utopisches Schreiben im Museum I – Apocalypse (not) Now / 9. & 10. Mai 2020
    Schwerpunkt: Nature Writing. Wir begeben uns auf Schreibsafari in die Stadtnatur rund um das Museum und in die Kunstnatur in der Ausstellung. Wir verklären die Natur wie die Romantiker, zeichnen sie aber auch als bedrohliche Gefahr. Wir wechseln die Perspektive und betrachten uns aus dem Blick der Umwelt. Wir fragen radikal: Wie sähe ein Planet ohne Menschen aus?
  • Utopisches Schreiben im Museum II – Hope Punk / 11. & 12. Juli 2020
    Schwerpunkt: Hope Punk. Angelehnt an den Soziologen Harald Welzer gilt es, unsere Zukunftsfähigkeit wieder zu erlangen. Wir entwickeln positive Visionen und stärken damit auch unseren Glauben an die Zukunft. Spielerisch erarbeiten wir ein utopisches Vokabular und schreiben, passend zum Untertitel des zweiten Ausstellungsteils, Eco Fiction.

Warum Schreiben im Museum?
Kreative Prozesse beginnen meist mit einer zündenden Idee. Manchmal müssen wir die Inspiration allerdings befeuern. Ein Museum ist ein Ideenfundus. Das Haus selbst ist Schauplatz für Geschichten, die ausgestellten Werke sind unerschöpfliche Quellen für Texte. Ausserdem ist das Museum ein Ort, um über sich selbst und die Gesellschaft nachzudenken. Menschen können sich angesichts von Kunstwerken austauschen und verständigen. Wir tun dies mit Methoden des Kreativen Schreibens, die unsere Phantasie stimulieren, uns zusammenbringen und zudem Gefühle der Selbstwirksamkeit und Handlungsfähigkeit verstärken.

Urs Küenzi hat Biografisches und Kreatives Schreiben an der Alice Salomon Hochschule Berlin studiert. Ausserdem besitzt er Abschlüsse in Theorie der Gestaltung und Kunst an der Zürcher Hochschule der Künste und in Journalistik und Kommunikationswissenschaften an der Universität Fribourg.