Symposium «Mit Denkmälern sprechen? Monumente: Vergessen und aktuell»
Vorträge und Symposien
5. April 2018
10:00 Uhr
– 11:00 Uhr
Wenn in den Südstaaten Amerikas wie im Herbst 2017 Denkmäler für Konföderierten-Generale gestürzt werden und damit heftige öffentliche Debatten einhergehen; wenn in Paris grosse Demonstrationen auf der Place de la République vor der Kulisse der Marianne, des Freiheitsdenkmals der französischen Republik, stattfinden – dann wird deutlich, wie potent der symbolische Wert von Denkmälern heute noch aufgerufen werden kann. Denkmäler wurden totgesagt und verachtet, zugleich bevölkern sie mit uns die Städte, sie sind präsent und ihr Auftritt geht mit konkreten Botschaften einher. Das Symposium fragt, wie aktuell die Idee des Denkmals heute ist und wie sich zeitgenössische künstlerische Vorgehensweisen darauf beziehen. Zum einen wird aufgezeigt, wie Künstlerinnen und Künstler Kommentare auf bestehende Denkmäler entwickeln oder auch ganz neue Formen einer öffentlichen Erinnerungskultur entwerfen. Zum anderen fällt der Blick auf einzelne, für heute relevante historische Aspekte – etwa wie im Format des Denkmals geschlechtsspezifische Zuschreibungen in Stein gehauen wurden.
Donnerstag 5. April
Migros Museum für Gegenwartskunst, Limmatstrasse 270, 8005 Zürich
10:00–10:30 Uhr
Begrüssung und Einführung durch Nadia Schneider Willen (Migros Museum für Gegenwartskunst) und Brita Polzer
10:30–11:15 Uhr
Siri Peyer, Kuratorin und wissenschaftliche Mitarbeiterin Hochschule Luzern, Zürich: Thomas Hirschhorns prekäre Monumente
11:15–12:00 Uhr
Alexandra Pirici, Künstlerin, Bukarest: Persistent Feebleness (auf Englisch)
12:00–12:30 Uhr
Filmscreening: Jeremy Deller, We’re Here Because We’re Here, 2016
12:30–13:15 Uhr
Inke Arns, Kuratorin und Direktorin des HMKV (Hartware MedienKunstVerein, Dortmund): Living Monument? Zum Verhältnis von Reenactment und Ambivalenz in den Arbeiten von Jeremy Deller und Nikolaj Evreinov
13:15–14:30 Uhr
Mittagspause
14:30–15:15 Uhr
Mechtild Widrich, Kunst- und Architekturhistorikerin, School of the Art Institute of Chicago, Chicago und Wien: Von sozialer Plastik zu Social Media. Partizipation und Zirkulation in der Denkmalskunst
15:15–16:00 Uhr
Brita Polzer, Denkmalforscherin, Dozentin, Redaktorin, Zürich: Gegenmonumente – Pro und Kontra im öffentlichen Raum
16:00–16:45 Uhr
Christiane Möbus, Künstlerin, Hannover und Berlin: Göttinger Sieben
16:45–17:15 Uhr
Pause
17:15–18:00 Uhr
Martin Krenn, Künstler, Wien und Belfast: Das Denkmal als soziale Skulptur – zur Umgestaltung des Lueger-Denkmals in Wien und des Friedenskreuzes in St. Lorenz
18:00–18:45 Uhr
Alexander Koch, Kurator und Galerist, Berlin: Denkmäler von unten – Die Neuen Auftraggeber
Anschliessend Apéro
Freitag 6. April
Hochschule Luzern – Design & Kunst, Aktionshalle, 745 Viscosistadt, Nylsuisseplatz, 6020 Emmenbrücke
Programm
Die Veranstaltung ist öffentlich und die Teilnahme kostenfrei. Wir bitten um verbindliche Anmeldung bis zum 29. März 2018 per E-Mail an kunstvermittlung@migrosmuseum.ch (bitte geben Sie an, ob Sie an beiden Tagen oder nur an einem teilnehmen). Flyer
Moderationen: Wolfgang Brückle, Sabine Gebhardt Fink (beide Hochschule Luzern – Design & Kunst), Bärbel Küster (Universität Zürich), Brita Polzer und Philip Ursprung (ETH Zürich)
Konzept und Organisation: Brita Polzer (Denkmalforscherin); Sabine Gebhardt Fink (Hochschule Luzern – Design & Kunst, Master of Arts in Fine Arts); Siri Peyer, Rachel Mader (beide Hochschule Luzern – Design & Kunst, Forschungsgruppe Kunst, Design & Öffentlichkeit), Alena Nawrotzki (Migros Museum für Gegenwartskunst) und Peter Fischer (Projekt Löwendenkmal 21, Luzern)