Filmscreening: Teknolust (2002) von Lynn Hershman Leeson
- mit einer Einführung von Elsa Himmer (Migros Museum für Gegenwartskunst) und Tim Klauser (ETH Zürich)
- Eintritt frei, 79 Minuten, in Englisch
- In Kooperation mit der Veranstaltungsreihe «Don 18 – Gespräche zur Kunst und Architektur“ der Professur für Kunst- und Architekturgeschichte, Prof. Dr. Philip Ursprung, ETH Zürich, Konzeption und Organisation: Dr. Nina Zschocke, Tim Klauser, Berit Seidel
Im Rahmen der Ausstellung «Producing Futures – An Exhibition on Post-Cyber-Feminisms» zeigt das Migros Museum für Gegenwartskunst den Spielfilm «Teknolust» der US-amerikanischen Künstlerin Lynn Hershman-Leeson (*1941 in Cleveland, Ohio), die mit weiteren Arbeiten in der Ausstellung vertreten ist. In der Hauptrolle des Spielfilms verkörpert Tilda Swinton gleich vier Charaktere.
Die Biogenetikerin Dr. Rosetta Stone hat zu Hause, unbemerkt von ihren Kollegen, eine Formel entwickelt, mit Hilfe derer sie ihre eigene DNS in einen Computer übertragen kann. Die so von ihr geklonten Replikanten nennt sie Ruby, Olive und Marianne. Sie «arbeiten» als «allwissende Portale» im Internet, wo sie Usern helfen, sich ihre Wünsche zu erfüllen. Zudem müssen sie für Rosetta die Hausarbeit erledigen. Darüber hinaus muss Ruby, die mutigste der «Drillinge» immer wieder das für sie überlebensnotwendige männliche Y-Chromosom beschaffen. Dafür lässt sie sich von Liebesfilmen inspirieren und verführt dann Männer, um deren Sperma zu erbeuten, das sie mit ihren «Schwestern» teilt. Der Cyberpunk-Film von Lynn Hershman Leeson ist ein bizarres, intelligentes, witziges und romantisches Werk über den Verlust der Unschuld und die Suche nach Selbstverwirklichung.
Download Kalender Eintrag (ics)