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Ausstellungseröffnung

Vernissage 10. Dezember 2010 18:00 Uhr – 19:00 Uhr

Phyllida Barlow - Tacita Dean - Emilie Ding - Klara Lidén - Ulrich Rückriem - Kilian Rüthemann - Oscar Tuazon - Klaus Winichner Die Kunst besitzt seit je ein Sensorium für das Brüchige, Poröse und Fragile des Menschen. Die Bruchlinien des Menschlichen werden in dieser Gruppenausstellung jedoch nicht direkt am Körper verhandelt, sondern an stellvertretenden Architekturen. Die Frakturen und Nahtstellen von Gebäuden bilden Metaphern für die Risse im menschlichen Dasein. Der titelgebende Begriff «Displaced Fractures» entstammt der Medizin und bezeichnet das Phänomen, dass sich Bruchstellen von Knochen an anderer Stelle als an derjenigen der Hauptbelastung zeigen. Auch in der Psychologie gibt es den Begriff des «displacement». In den neuen Räumen des migros museum für gegenwartskunst sind vor allem Installationen, Rauminterventionen und Skulpturen zu sehen, die mit dieser Verschiebung der Symptome arbeiten. Es dominiert dabei ein Spannungsfeld zwischen formverweigernden und monumentalen Gestaltungen, zwischen subjektiven und rational-formalen Gesten. Kuratiert von Heike Munder (migros museum für gegenwartskunst) und Thomas D. Trummer (Siemens Stiftung)