Ausstellungseröffnung
Mit seinen grossangelegten Werkzyklen, die sich thematisch jeweils einem Narrativ widmen, schafft der Schweizer Künstler Florian Germann (*1978, lebt und arbeitet in Zürich) komplexe Verweissysteme und spielt dabei mit der Rolle des Künstler-Forschers. Als Ausgangspunkte dieser individuellen Versuchsanordnungen dienen Germann historische Figuren wie Napoleon oder mythologisch-fantastische Motive wie das der Lykanthropie (von griechisch «lykos», «Wolf», und «anthropos», «Mensch», also dem Werwolf-Motiv), die er einer Um- und Neuschreibung unterwirft, wobei er faktische und fiktive Momente miteinander verwebt. Für seine erste institutionelle Einzelausstellung schafft Germann einen neuen, umfangreichen Werkzyklus, der erstmals im migros museum für gegenwartskunst gezeigt wird und auf der Beschäftigung mit Geistererscheinungen und deren Stofflichkeit, dem sogenannten Ektoplasma, basiert. Zum Ausstellungsende erscheint bei JRP|Ringier eine Monografie zu Florian Germanns Werk mit Beiträgen von Alexandra Blättler und Raphael Gygax und einem Künstlergespräch.