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Antirassistische Strategien in Museen und kulturellen Institutionen

Vorträge und Symposien 21. November 2024 18:00 Uhr – 19:30 Uhr

Ort: Caring Space

Wie können Museen und kulturelle Institutionen dazu beitragen, rassistische Ideologien zu dekonstruieren? Wie wird marginalisierten Positionen mehr Raum gegeben?

Im Roundtable wird besprochen, welche Themen, Fragen und Kontexte dabei besondere Aufmerksamkeit verdienen: Etwa die Frage, wie Museen und Ausstellungsräume mit der zunehmenden Nachfrage nach, aber auch der Kommodifizierung von Diversität und Inklusion umgehen. Oder inwiefern Rassismus ein strukturelles Problem darstellt – das nicht nur in Ausstellungen und öffentlichen Programmen thematisiert werden muss, sondern auch in weniger sichtbaren Bereichen wie Organisationsstrukturen und Sammlungspolitiken angegangen werden sollte. Mit einem Fokus auf den deutschsprachigen Raum reflektieren die Gesprächsteilnehmer*innen über antirassistische Methoden, Aspekte ethischen Kuratierens sowie die Verwendung rassismuskritischer Sprache.

Ein Gespräch mit Tasnim Baghdadi (Co-Leitung Migros Museum für Gegenwartskunst – Programme, Zürich), Eric Otieno Sumba (Autor und Forscher, Redakteur am Haus der Kulturen der Welt, Berlin), Marilyn Umurungi (Kunst- und Kulturforscherin, Kuratorin Schweizerisches Nationalmuseum, Zürich)

Die Veranstaltung ist Teil des Institutskolloquiums To Mind and to Mend: Antirassistische Praktiken in der Kunstgeschichte / Anti-Racist Practices in Art History und wird organisert von CARAH – Collective for Anti-Racist Art History der Universität Zürich in Zusammenarbeit mit dem Migros Museum für Gegenwartskunst.



Tasnim Baghdadi ist Teil der kollektiven Leitung des Migros Museum für Gegenwartskunst und verantwortet die Programme. Sie arbeitet seit vielen Jahren als Kunstvermittlerin und Programmkuratorin und fördert den Austausch mit der Öffentlichkeit zu gesellschaftsrelevanten Themen. Darüber hinaus arbeitet sie als Referentin und Autorin in dekolonialen und intersektionalen Diskursen in deutschsprachigen Museen. Sie ist Mitglied von bildungs*lab, einem Raum für kritische Wissensproduktion zu Bildung und Kultur.

Eric Otieno Sumba ist Autor, Herausgeber und unabhängiger Forscher mit einem Hintergrund in Sozialtheorie, politischer Ökonomie, postkolonialen Studien und Kunstkritik. Er ist derzeit Redakteur (Publikationspraktiken) am HKW Haus der Kulturen der Welt in Berlin. Zu seinen jüngsten kuratorischen Projekten als Mitglied von Spazio Griot gehört die Ausstellung und das öffentliche Programm «Riverberi/Reverberations» (2024) im Mattatoio in Rom.

Marilyn Umurungi ist Kuratorin sowie Kunst- und Kulturschaffende. In ihrer kulturellen und künstlerischen Vermittlungsarbeit beschäftigt sie sich mit Mechanismen der Inklusion und Exklusion im europäischen und schweizerischen kulturhistorischen Kontext – oft vor dem Hintergrund aktueller sozialer Bewegungen oder der Populärkultur. Sie ist Ko-Kuratorin der aktuellen Ausstellung «kolonial – Globale Verflechtungen der Schweiz» im Landesmuseum Zürich.

  • Keine Anmeldung erforderlich
  • Kostenlose Veranstaltung
  • Sprache: Deutsch (mit Gebärdenspracheübersetzung)
  • Die Veranstaltung ist barrierefrei zugänglich.