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Stephen Willats
Languages of Dissent

25. Mai bis 18. August 2019

Der britische Konzeptkünstler Stephen Willats (*1943 in London) hinterfragt Strukturen des Zusammenlebens und der sozialen Interaktion. Ausgehend von der modularen Architektur in Sozialbauten, beschäftigt er sich mit Formen der individuellen Gestaltung, die den einheitlichen und funktionalen Räumen trotzen. Diese Verweigerung von normativen Parametern interessiert Willats im Besonderen, offenbaren sich doch darin erst Individualität und das Selbst. Solche Ausdrucksformen des Nonkonformismus findet er auch in der experimentellen Underground-Clubszene Londons oder in urbanen Randgebieten, die Jugendlichen als Rückzugsorte dienen. Sein Verständnis der künstlerischen Tätigkeit spiegelt sich in einer kollaborativen Praxis, die interdisziplinär die Wissenschaften jenseits von Kunst miteinbezieht. So ist sein Schaffen seit den 1960er Jahren von der Kybernetik beeinflusst, der Lehre des Austauschs dynamischer Systeme, die ihm als Ansatz zur Reflexion über autonome Organisationsformen sowie ihren Kontroll- und Kommunikationsstrukturen dient. Die Kybernetik ist ihm zugleich Methode und ästhetisches Vokabular und schafft die Grundlage für seine Neudefinition von Funktion und Wirkungsmacht der Kunst.

Die Ausstellung ist kuratiert von Heike Munder (Leiterin Migros Museum für Gegenwartskunst). Begleitend erscheint eine Monografie mit Beiträgen von Bronac Ferran, John Kelsey, Andrew Wilson und Heike Munder.

Teaser: Stephen Willats, Languages of Dissent, 2019


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