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Marc Camille Chaimowicz
Zürich Suite

08.04. bis 18.06. 2006

Mit seinen Installationen und Performances der frühen 1970er Jahre, welche thematisch um die Gegensätze des Intimen und Formellen, des Privaten und Öffentlichen und den damit ver-bundenen Lebensumständen zirkulieren, reihte sich der Künstler Marc Camille Chaimowicz (geboren im Paris der Nachkriegszeit) in eine neue Generation von Künstlern ein, die sich fernab von kunstimmanenten Diskursen bewegten und deren Arbeitsweise sich bewusst jeglicher Kategorisierung entzog. Chaimowicz kombiniert verschiedene Medien wie Skulptur, Malerei, Zeichnung und Fotografie mit Elementen der angewandten Kunst und der Innenarchitektur wie Möbel, Keramiken, Teppiche und Tapeten und komponiert daraus komplexe und oftmals raumgreifende Arrangements, denen ein anachronistischer und melancholischer Klang anhaftet. Metaphorik, synästhetische Sinneswahrnehmung und das Prozessuale stehen im Vordergrund seines gesamten Œuvres. Marc Camille Chaimowicz, der 1969 als einer der ersten Künstler in Europa mit Performances und Installationen zu arbeiten begann, wurde in den letzten Jahren als bedeutendes Vorbild von einer jüngeren Künstlergeneration wieder entdeckt. Das migros museum für gegenwartskunst zeigt in der retrospektiven Einzelausstellung eine Auswahl von Werken aus vier Jahrzehnten.

Kuratiert von Heike Munder