Warenkorb (${ $store.state.app.shoppingCartCount })

Lily van der Stokker

30. November 2019 bis 23. Februar 2020

Bekannt wurde Lily van der Stokker (*1954 in Den Bosch, Niederlande) in den frühen 1990er Jahren mit ihren farbenfroh-spielerischen Wandmalereien. In ihrer Ästhetik und fluoreszierenden Farbigkeit berufen sich die von Blumen- und Wolkenornamenten dominierten Werke auf die Pop-Art. Der Betrachter wird durch integrierte Textfragmente oder affirmative Äusserungen wie «Friendly Good», «Wonderful» oder «Hoi» oftmals direkt angesprochen. Die technisch einfach gehaltenen, jedoch höchst exakt und zeitaufwendig realisierten Wandmalereien basieren auf kleinformatigen Zeichnungen, welche die Künstlerin in akribischer Arbeit entstehen lässt. Van der Stokkers Werk ist geprägt von Komik, Satire und Ironie. Fragestellungen, die in ihrem Werk immer wieder auftauchen, kreisen um das Stereotyp des «Femininen», das scheinbar Banale, aber auch ökonomische (Alltags)Begebenheiten oder das Künstlerdasein. Insofern kann ihre Arbeit nicht zuletzt als Provokation gegen ein klassisch-bürgerliches Kunstverständnis gelesen werden. Die Affektproduktion, die van der Stokker durch das Aufgreifen und Aufwerten des Gewöhnlichen betreibt, verweist daher auch auf einen grösseren soziopolitischen Kontext. Seit Beginn ihrer künstlerischen Karriere präsentierte Lily van der Stokker ihre Arbeit in der Schweiz, insbesondere in Zürich. So in der Shedhalle (1990), im Kunsthaus Zürich (1995) und zuletzt 2015 im Migros Museum für Gegenwartskunst.

Diese Ausstellung wird erstmals dem Schweizer Publikum einen erweiterten Einblick in van der Stokkers Œuvre ermöglichen. Die Ausstellung wird kuratiert von Dr. Raphael Gygax (Kurator Migros Museum für Gegenwartskunst). Zur Ausstellung ist in Zusammenarbeit mit dem Stedelijk Museum in Amsterdam und Roma Publications eine umfangreiche Publikation erschienen.

Lily van der Stokker lebt und arbeitet in Amsterdam und New York. Einzelausstellungen u. a. im Stedelijk Museum, Amsterdam (2018), im Hammer Museum, Los Angeles (2015), im New Museum, New York (2013) und im Museum Boijmans Van Beuningen, Rotterdam (2010).