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Evan Ifekoya

29. Januar bis 1. Mai 2022

Das Migros Museum für Gegenwartskunst präsentiert die erste Einzelausstellung von Evan Ifekoya in der Schweiz. Evan Ifekoya beschäftigt sich als Künstler*in und spirituelle*r Energiearbeiter*in mit den Medien Klang, Text, Video und Performance. In ihnen fordert Ifekoya bestehende Systeme und Institutionen der Macht heraus, um die Erfahrungen und Stimmen zuvor marginalisierter Personen ins Zentrum zu rücken und ihnen Priorität einzuräumen. Dabei offenbart sich Kunst als ein Ort, der es ermöglicht, Ressourcen neu zu verteilen und zu verhandeln und die im öffentlichen Raum sowie in sozialen Gefügen eingeschriebenen Hierarchien und Strukturen infrage zu stellen. Dies geschieht in institutionellen Räumen über die Produktion immersiver Installationen sowie durch Video und Performance. Mit Klang- und Archivrecherchen reflektiert Ifekoyas Arbeit über «blackness in abundance» (Schwarzsein in Fülle), wodurch verschiedene Positionen hervortreten können, mithilfe deren eine Gemeinschaft ohne Festschreibungen hinsichtlich Klasse, Ethnie und Gender gebildet werden kann und es möglich wird, sich von «weisser Vorherrschaft» und Patriarchat zu befreien.

In der neuen, für die Ausstellung entstehenden Arbeit erkundet Ifekoya eine Kosmologie der Heilung durch Klang und Stille. Hierfür entsteht ein bewusst angelegter Raum, der als Element der raumgreifenden Installation im Museum als Ort der Reflexion und Kontemplation dient. In Zusammenarbeit mit Soundkünstler*innen, bildenden Künstler*innen und Instrumentenmacher*innen fokussiert die Ausstellung «Self-Care» und Heilung. Nachdem wir jüngst einen Grossteil der Zeit in Isolation, fern von Freund*innen und Familie, verbracht haben, brauchen wir vermehrt Zeit, um über die Welt, in der wir leben, nachzudenken. Die Ausstellung widmet sich zudem Ifekoyas kontinuierlicher Auseinandersetzung mit dem Akt des Zuhörens als körperlichem Erlebnis, dem heilenden Potenzial von Klang sowie der spirituellen Dimension von Sexualität.

Bei der Ausstellung, die von Dr. Michael Birchall (Kurator, Migros Museum für Gegenwartskunst) kuratiert wird, handelt es sich um eine der bislang umfangreichsten Ausstellungen zu Ifekoyas Arbeit. Begleitend zur Ausstellung wird ein Katalog erscheinen.

Evan Ifekoya gründete 2018 das im Kollektiv von QTIBPOC-Personen (queer, trans*, intersex, black and people of colour) organisierte «Black Obsidian Sound System» (B.O.S.S.). Im Jahr 2019 gewann Ifekoya den Kleinwort Hambros Emerging Artists Prize sowie 2017 den vom Yoma Sasberg Estate geförderten Arts Foundation Award for Live Art. Ifekoyas Ausstellungen und Performances wurden und werden international gezeigt: Liverpool Biennale (2021); Gus Fisher Gallery, Auckland (2020); De Appel, Amsterdam (2019); Gasworks, London (2018); Contemporary Arts Center, New Orleans als Teil von Prospect 4 (2017); Stevenson Gallery, Kapstadt (2016); Studio Voltaire, London (2015) und Castlefield Gallery, Manchester (2014).