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A Daily Practice – One Is Always a Plural
A project by Yael Davids

6. März bis 30. Mai 2021

Die Künstlerin Yael Davids setzt sich in ihren Installationen und Performances mit dem Körper als Ort der Verschränkung persönlicher und kollektiver Narrative auseinander. Für das Ausstellungsprojekt A Daily Practice – One Is Always a Plural bringt sie Sammlungswerke des Migros Museum für Gegenwartskunst und des Van Abbemuseum in Eindhoven mit ihren eigenen skulpturalen und installativen Arbeiten in einen Dialog. Ausgewählte Sammlungswerke dienen als Ausgangspunkt für die Entwicklung von Performances und einer Reihe regelmässig durchgeführter, auf der Methode von Moshe Feldenkrais basierender Übungslektionen, an denen teilzunehmen das Publikum herzlich eingeladen ist. Yael Davids untersucht hier das Potenzial performativer Strategien und somatischer Techniken als alternative Zugänge zu Kunst, die – im Gegensatz zu visueller Wahrnehmung und rationalem Verständnis – einer ganzheitlichen Körpererfahrung den Vorrang geben. Die Feldenkrais-Methode setzt auf die präzise Ausführung von einzelnen, langsam durchgeführten Bewegungsabläufen. So erlaubt sie uns, eigene (Bewegungs-) Gewohnheiten wahrzunehmen, Veränderungsmöglichkeiten zu erkennen und Alternativen zu verinnerlichen. In der Werkauswahl spiegelt sich diese Philosophie nicht zuletzt in der Auswahl künstlerischer Positionen, die das bewusste Verlernen und Neuerlernen als Ausgangspunkt für das kreative Schaffen betrachten. Der Ausstellungstitel A Daily Practice ist in diesem Sinne nicht nur als «tägliche Routine» zu verstehen, sondern als Haltung, die integraler Bestandteil von Yael Davids’ Selbstverständnis und künstlerischer Praxis ist und Betrachter*innen ermöglicht, Kunst auf ungewöhnliche Art in den eigenen Alltag zu integrieren.

Das Ausstellungsprojekt entsteht in Zusammenarbeit mit dem Van Abbemuseum, Eindhoven. Es wurde von Nick Aikens, dem Kurator für Recherche im Van Abbemuseum, initiiert und von Yael Davids in engem Dialog mit ihm entwickelt. Die Ausstellung ist im Kontext von Creator Doctus entstanden, einem neuen Rechercheformat der Gerrit Rietveld Akademie in Amsterdam, dessen erste Kandidatin Yael Davids ist. Im Migros Museum für Gegenwartskunst wird die Ausstellung von der Sammlungskonservatorin Nadia Schneider Willen kuratiert.

Einzelausstellungen, Installationen und Performances von Yael Davids (*1968 in Jerusalem, lebt in Amsterdam) waren u.a. in folgenden internationalen Institutionen zu sehen: Dying is a Solo, Museo Tamayo, Mexico City, 2018; documenta 14, Athen und Kassel, 2017; La distance entre V et W, Les Laboratoires d’Aubervilliers, Paris, 2015; Gesture in Diaspora, Galerie für Zeitgenössische Kunst, Leipzig, 2015; Ending with Glass, Kunsthalle Basel, 2011; Learning to Imitate in Absentia I, Picture This, Bristol, 2011; Where Time Becomes Art, Palazzo Fortuny, Performance Abteilung, Biennale Venedig, 2005.